Gestern waren wir am frühen Abend in der Villinger Innenstadt und haben an die erinnert die am 19.Februar 2020 in Hanau von einem Rassisten ermordet wurden.
Wir gedenken, um uns zu erinnern weswegen wir kämpfen. Wir gedenken, weil wir es Leid sind in Verhältnissen zu leben die solche Taten herbeiführen und Reproduzieren. Wir gehen auf die Straße, weil wir nicht vergessen wollen und keinen Frieden schließen mit all denen die keine Konsequenzen aus der Tat ziehen und fleißig Krokodilstränen vergießen, um dann im nächsten Wahlkampf wieder mit populistischen und rassistischen Parolen im rechten Lager auf Stimmenfang zu gehen.
Jedes Jahr versuchen wir uns aufs Neue mit der Tat und den gesellschaftlichen Zusammenhängen auseinander zu setzen und es neu einzuordnen, in das Geschehene und die aktuelle Politik. Dass diese Auseinandersetzung wichtig ist und die Leute beschäftigt, sehen wir wenn Menschen stehenbleiben um sich der Kundgebung anschließen oder Flugblätter mitnehmen. Wir finden es gut wenn die Organisator:innen von den breiten Bündnissen, die gerade auch gegen die AfD demonstrieren, unseren Aufruf in den Sozialen Netzwerken liken. Ein ehrlicherer Umgang mit dem Thema wäre aber dann auch zum Gedenken auf die Straße zu kommen.
Wir werden weiter Erinnern an die Ermordeten von Hanau und an alle Betroffenen von rechter Gewalt und wir werden weiter Kämpfen für eine Zukunft in der wir alle frei und ohne Angst miteinander leben können.
In Gedenken an: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov.
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