Die Progromnacht 1938

Heute vor 80 Jahren marschierten SA Leute durch die Straßen Deutschlands und zerstörten (größtenteils jüdische) Geschäfte, Gottes- und Gemeindehäuser und töteten und misshandelten tausende Menschen. Dieses Ereignis ging ein in die Geschichte als Reichsprogromnacht und war der damalige Höhepunkt des faschistischen Terrors gegen die jüdische Bevölkerung in Deutschland.

Doch obwohl die Nazis 1945 militärisch besiegt wurden, zeigt sich in Deutschland ein anderes Bild. Im Nachkriegsdeutschland hatten Faschisten bald wieder wichtige Positionen inne und heute können Nazis, vom Staat geschützt, wieder marschieren.
Mit den Bildern der dreißiger und vierziger Jahre im Kopf ist es unsere Pflicht diese Nazis zu stoppen und dafür zu sorgen, dass Fenster nicht wieder zu Kristall werden.

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Kandel: Antifaschistische Aktionen gegen Naziaufmarsch

Kein guter Tag für die Rechten um Marco Kurz gestern im pfälzischen Kandel. Mehrere hundert Menschen haben sich an den antifaschistischen Gegenprotesten beteiligt und den Marsch der Rechtsradikalen nachhaltig beinträchtigt.

Dass die Rechten letztlich doch ein Teil ihres Programmes abspielen konnten, dafür sorgte einmal mehr die Polizei, welche die Gegenproteste mehrfach angriff. Bei einem polizeilichen Übergriff wurde ein Antifaschist durch einen Polizeihund schwer verletzt, ein anderer erlitt bereits zuvor eine Kopfplatzwunde. Wir senden Grüße an die Genossen und wünschen ihnen eine schnelle Genesung.

Wo immer Faschisten auf die Straße gehen und ihre Hetzte verbreiten wollen, werden auch wir sein und ihnen zeigen das es keinen Platz für faschistisches Gedankengut und rechte Hetzte gibt.

Wir haben neue Flyer fürs Offene Antifa Treffen!

…darum waren wir in der vergangenen Woche fleißig und haben den Rest der alten und unsere neuen Flyer unter die Menschen gebracht.
In Villingen-Schwenningen, aber auch in den umliegenden Städten wurde verteilt – an Schulen, Läden, Bahnhöfen, Briefkästen, …
Vielleicht habt ihr ja auch einen Flyer in die Hand bekommen.

Gegen Nazis, AfD und den Rechtsruck.
Antifaschistisch aktiv werden ! Seid dabei.

Am 6. Oktober nach Kandel – weil es wichtig ist!

Ob in Kandel, Offenburg, Chemnitz oder Köthen: unter dem Schlagwort „kriminelle Ausländer“ macht die Rechte mobil. Mit ihrer rassistischen Hetze erreichen sie Teile der Gesellschaft und sammeln sie hinter reaktionären- und rechten Parolen – Faschisten und Nazi-Hools, AfD und „besorgte Bürger“ sind gemeinsam auf der Straße.

Seit Ende des letzten Jahres marschieren regelmäßig Faschisten im kleinen Städtchen Kandel auf. Als Anlass dafür nutzen die Rechten die Ermordung einer jungen Frau durch ihren Exfreund – AfD und Faschisten sehen die Chance ihre Parolen von den „kriminellen Ausländern“ zu verbreiten und tragen sie wie Fackeln durchs ganze Land. Wo auch in Deutschland ein Mensch ohne deutschen Pass an einem Mord beteiligt, oder vermutlich darin verwickelt war, sehen die Rechten Potential um ihre Hetze in die Gesellschaft zu tragen – auch aufbauend auf den rassistischen Demos in Kandel.

Umso „normaler“ es für einige wird, unter rechten Parolen und zusammen mit Faschisten auf die Straße zu gehen, umso wichtiger wird ein breiter antifaschistischer Widerstand gegen ihre Aufmärsche. Umso stärker der Rechtsruck im Staat bemerkbar wird, umso notwendiger wird unser gemeinsames, konsequentes Eintreten gegen Rassisten und rechte Hetze.

Eingreifen wenn es wichtig ist – Am 6. Oktober auf nach Kandel!

Kurzbericht: Proteste gegen die AfD in Donaueschingen

Am Donnerstag, den 20. September, versammelte sich im Gasthaus ‘Ochsen‘ in Donaueschingen nicht zum ersten Mal die AfD mit lokalen Vertretern, u.A. auch mit Markus Frohnmaier, der immer wieder für Schlagzeilen sorgt.

Vor Beginn der Veranstaltung versammelten sich ca. 35 AntifaschistInnen vor dem Ochsen. Die Polizei hatte Gitter aufgestellt und machte mit einem Vertreter des Ordnungsamtes, der immer wieder mit dem Veranstalter der AfD plauderte, klar, sie würden konsequent gegen jeden Auflagenverstoß vorgehen.

Während einzelne Rechte in die schlecht besuchte Veranstaltung im Gasthaus  eintraten, wurden sie lautstark mit Parolen und Transparenten konfrontiert, die sich klar gegen den Rechtsruck stellten.

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ES REICHT! Nein zu rechter Hetze – kein Raum der AfD

Proteste gegen die AfD-Veranstaltung am 20. September in Donaueschingen

Nach den Ereignissen in Chemnitz hat sich die Frage endgültig erübrigt ob die AfD nun völkisch-rassistisch, zum teil faschistisch oder doch nur „etwas“ rechts ist. Rassisten, rechte Hetzer und (geistige) Branstifter – das sind sie.

Nur wenige Stunden nach dem gewaltsamen Tod eines 35 Jährigen am Rande des Chemnitzer Stadtfestes versammelten sich AfDler, Nazihooligans und Faschisten aller Couleur und zogen gemeinsam durch die Straßen.
Aus dem Mob heraus kam es zu zahlreichen Angriffe auf Menschen welche die Rechten als Ausländer ausmachten. Der Sonntag war dabei der Anfang. in den folgenden Tagen kam zu weiteren Hetzjagden auf MigrantInnen und NazigegnerInnen.

Aufgerufen und zu den „Trauermärschen“ mobilisiert, hatte neben Nazihools vor allem die AfD. Björn Höcke und weitere bekannte Gesichter der Partei waren bei den Aufmärschen ganz vorne mit dabei. Der AfD- Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier twitterte nach den Ausschreitungen „Heute ist es Bürgerpflicht, die todbringende Messermigration zu stoppen.“ damit legitimierte er die Angriffe und ermutigte den Mob zu neuen Taten.

Jetzt am 20. September plant die AfD in Donaueschingen eine Veranstaltung im Gasthaus Ochsen. Neben Martin Rothweiler und Patrick Berg wird Markus Frohnmaier angekündigt. Dass die örtliche AfD die Räume der Gaststätte nutzen kann, ist nicht das erste Mal. Regelmäßig laden die Rechten in den „Ochsen“ ein.

Chemnitz macht es noch einmal deutlich, die rechte Stimmungsmache der AfD ist brandgefährlich. Machen wir gemeinsam deutlich:
Es reicht – kein Raum für die (geistigen) Brandstifter.

Proteste gegen die AfD-Veranstaltung
20. September – 18:15 Uhr  – Gasthaus Ochsen – Donaueschingen
(Käferstr. Ecke Wasserstraße)

Chemnitzer Zustände sind kein Zufall – ein Statement zum 1. September

Wir sind aus Süddeutschland gemeinsam mit vielen anderen AntifaschistInnen zu den Protesten am Samstag dem 1. September nach Chemnitz gereist. Wir haben die Notwendigkeit gesehen, die AntifaschistInnen vor Ort zu unterstützen.

(Quelle: Antifaschistisches Aktionsbündnis Stuttgart)

Die medialen Berichte, die oftmals ein mindestens unvollständiges und meist völlig verdrehtes Bild der Geschehnisse in Chemnitz am Samstag zeichnen, nötigen uns, die Situation darzustellen wie sie tatsächlich war.
Schon am Montag zeigte sich, dass der Freistaat Sachsen nicht gewillt ist, dem massiven Naziproblem etwas entgegenzusetzen und „Minderheiten“ adäquat zu schützen.* Wir schreiben bewusst „nicht gewillt“, weil das „Versagen“ der Polizei am Montag nicht an Fehleinschätzungen oder zu wenigen bzw. schlecht ausgerüsteten Kräften liegt. Offensichtlich ist die sächsische Polizei in der Lage massive Aufgebote aufzufahren, wenn AntifaschistInnen demonstrieren, so zum Beispiel in Wurzen im September 2017. Hier wurde sogar zur Terrorbekämpfung ausgebildetes SEK eingesetzt.

Nach den Pogromen am Montag und dem internationalen Aufschrei musste Sachsen, aber auch der deutsche Staat reagieren und ein Bild der Stärke präsentieren. So wurde seit Donnerstag an der Inszenierung des starken Staates, der aus seinen misslichen Fehlern gelernt hat, gearbeitet. Es wurden Pressekonferenzen abgehalten, Fehler der Einsätze am Montag eingeräumt und mit der Unterstützung aus fünf Bundesländern ein „Wir schaffen das!“ demonstriert. Weiterlesen