Protest gegen AfD-Infostand in Villingen

112719Für vergangenen Samstag, den 3. Mai 2014, hatte das offene antifaschistische Treffen Villingen-Schwenningen im Rahmen der lokalen antifaschistischen Wahlkampagne „Kein Raum für Faschisten und Rassisten“ einen Infotisch in Schwenningen geplant. Angesichts des schlechten Wetters und den wenigen PassantInnen in der Schwenninger Muslen, entschlossen sich die AntifaschistInnen jedoch stattdessen auf dem Villinger Latschariplatz gegen einen Infostand der Alternative für Deutschland zu protestieren.

Gegen halb zwölf wurde ein Transparent gegen die rechte Hetze der entrollt. Die anwesenden AktivistInnen verteilten vor dem Stand mehrere hundert Flyer der landesweiten Kampagne „Sag nein!“ und der eigenen Kampagne an PassantInnen. Dadurch war es für die Rechtspopulisten weitaus schwieriger wie gewohnt seriös aufzutreten und PassantInnen zu erreichen. Stattdessen wurde Werbung für antifaschistische Aktionen gemacht und über die Hintergründe der AfD aufgeklärt.

Die Rechtspopulisten waren sichtlich genervt von dem neuerlichen Auftreten der lokalen Antifas, denn bereits letzten Samstag gab es in Schwenningen eine ähnliche Aktion. Die nach einiger Zeit von der AfD herbeigerufene Polizei versuchte, mit einer Mischung aus Arroganz und Unwissenheit der Rechtslage, den Protest zu untersagen. Die AktivistInnen ließen sich davon aber nicht abhalten und setzten die Aktion fort.

Nach mehr als zwei Stunden brach die AfD schließlich ihren Stand ab. 

Wie empfindlich die AfD auf derartige Aktionen reagiert, zeigt das Vorgehen von Jan-Christoph Uhl, einem der Spitzenkandidat der AfD bei den Kommunalwahlen und Betreiber der Schwenninger Disco „Expressguthalle“ und des „Ostbahnhof“. Nach der Aktion am Samstag letzte Woche recherchierte er über Facebook nach einer jungen Antifaschistin und schrieb sie mit privaten Nachrichten an.

Allgemein nutzt die Kreis-AfD Facebook intensiv als Plattform zur Verbreitung ihrer Hetze. So beklagte sie in den vergangenen Wochen gleich in mehreren Posts, die Zerstörung von, nach ihren Angaben, 376 Wahlplakaten im Landkreis. Ein Bericht über den Infostand in Villingen wird von einem Anhänger der Rechten mit der impliziten Drohung kommentiert, er würde seinen Hund auf die AntifaschistInnen loslassen. Der AfD gefällt dieser Kommentar.

 Kein Platz für Faschisten und Rassisten! Weder im Gemeinderat, noch im Europaparlament und erst recht nicht auf unseren Straßen!

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