Hunderte vermiesen PEGIDA-Aufmarsch in Villingen

131678An dem 12. Januar, fand in Villingen der bisher einzige Aufmarschversuch von PEGIDA-Anhängern in Baden-Württemberg statt. Dauerhaft standen den Rassisten auf dem Villinger Münsterplatz gut 300 Gegendemonstranten entgegen, zeitweise erhöhte sich deren Anzahl auf bis zu 500.

Eine Facebookgruppe mit dem Namen „SBH-Gida“ hatte zu dem Aufmarsch aufgerufen. Neben dieser Seite waren Aufrufe zu der Veranstaltung lediglich auf diversen NPD-Seiten zu finden. Die Organisatoren des ursprünglich, für den selben Tag geplanten Aufmarschs in Stuttgart, hatten ebenfalls nach Villingen verwiesen.

Dementsprechend sah das Publikum von PEGIDA aus. Es bestand zu weiten Teilen aus klar erkennbaren Nazis, obwohl PEGIDA generell darauf bedacht ist, Abstand zu offen auftretenden Faschisten zu wahren.

Die Gegenproteste begannen bereits, wie angekündigt, um 17:30 Uhr. Auf dem Münsterplatz sammelten sich schon in den ersten Minuten über Hundert GegnerInnen der rassistischen Hetzer ein. Umgehend begannen Einige davon, den unmittelbar an die antirassistische Kundgebung angrenzenden, für PEGIDA, vorgesehenen Platz zu besetzen.

Bis die Rassisten um 18:30 Uhr am Münster aufgelaufen waren, war die Menge der Gegendemonstranten bereits auf gut 300 Menschen angewachsen, die den größten Teil des Münstervorplatzes besetzt hielten. Für PEGIDA blieb nur eine kleine Ecke am Rande des Platzes.

Dort drängten, geschützt von drei Reihen behelmten Polizisten, sich bis zu Hundert Rassisten, die, weitgehend abgeschirmt und übertönt, von antirassistischen Protesten so gut wie gar nicht wahrnehmbar waren. Dazu flogen von Zeit zu Zeit Wasserbomben auf die reaktionären Hetzer.

Nach 20 Uhr zogen die PEGIDA-Anhänger schließlich ab, begleitet wurden sie dabei von Pfiffen, lautstarken 131679antirassistischen Parolen und Buhrufen.

Nach Ende der Gegenkundgebung zogen noch ca. 30 AntifaschistInnen vor die Nazikneipe Sudhaus, direkt am Münsterplatz, wo monatlich NPD-Stammtische stattfinden. Dort hatten sich einige Nazis nach PEGIDA eingefunden. Anschließend zogen sie weiter durch die Innenstadt.

Robert Hertkamp, Sprecher des Offenen Antifaschistischen Treffens VS resümiert: „Man kann wohl sagen, dass wir „SBH-Gida“ erfolgreich ihren ersten Aufmarsch vermiest haben. Von ihnen hörte und sah man so gut wie nichts. Sollten die Rassisten und Faschisten trotz des heutigen Abends nochmal in VS aufmarschieren wollen, sollte ihnen klar sein, dass ihnen massiver und vielfältiger Protest entgegensteht.“

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