Befreiung, was sonst?

Heute, am 8.Mai, feiern wir die Befreiung vom deutschen Faschismus. Vor 75 Jahren kapitulierte Nazideutschland vor der Sowjetunion und den Westalliierten. Der Tag markiert das Ende von Faschismus und Weltkrieg in Europa. Für den Großteil der Menschen in Deutschland, Europa und der Welt brachte der 8.Mai die Hoffnung auf Frieden, Freiheit und Zukunft.

In vielen Ländern ist der Tag der Befreiung vom Faschismus ein gesetzlicher Feiertag. Doch in Deutschland wird dieser nach wie vor unter den Teppich gekehrt. Nach Ende des Faschismus wurde in den westlichen Besatzungszonen und später in der BRD ehemalige hochrangige NS-Faschisten in wichtige Ämter gehievt. Dies behinderte die Aufarbeitung der faschistischen Verbrechen massiv. Die BRD sollte vor allem zum Bollwerk gegen den Kommunismus werden; mit welchen Mitteln und welchem Personal spielte dabei eine untergeordnete Rolle. Das führte dazu das der 8. Mai als Tag der Niederlage und weniger als Tag der Befreiung wahrgenommen wurde. Und daran hat sich bis heute kaum etwas geändert.

Der 8.Mai ist der Tag der Befreiung! Alle die heutzutage noch von Niederlage reden, zeigen deutlich wo sie politisch stehen.

Wir haben nicht vergessen, wen die Faschisten zuerst angegriffen haben: GewerkschafterInnen, KommunistInnen und SozialdemokratInnen. Dass die Nazis schon damals die Unzufriedenheit der Menschen in der wirtschaftlichen und politischen Krise für ihre Hetze gegen Sündenböcke genutzt haben. Wir haben nicht vergessen das die Eliten aus Wirtschaft, Staatsapparat und Militär ihnen dabei den Weg ebneten. Und wir ziehen die Konsequenzen: Vereint kämpfen wir von unten, Selbstbestimmt und auf den unterschiedlichsten Ebenen gegen Populisten, gegen AfD und Nazis, kurz: gegen die faschistische Gefahr von heute.

Nie wieder Krieg. Nie wieder Faschismus.