Gedenkkundgebung zur Pogromsnacht am 9. November 1938

In der Nacht des 09. Novembers 1938 wurden in ganz Deutschland Synagogen, Gebetsräume und jüdische Friedhöfe angegriffen, angezündet und zerstört, jüdische Geschäfte geplündert, die Inhaber:innen verprügelt oder getötet. Mehrere hundert Menschen starben in dieser Nacht, mehr als 30.000 wurden gefangen genommen, die Meisten von ihnen wurde anschließend deportiert.

Aus diesem Anlass versammelten sich um 18 Uhr einige Antifaschist:innen zu einer Kundgebung auf dem Latschariplatz in Villingen. Wir als OAT zeigten in einem ersten Redebeitrag und mit zwei Aufstellern auf, dass die Pogrome nicht vom Himmel gefallen sind.

Mit der Pogromnacht einher ging auch eine Enteignung der jüdischen Bevölkerung und die Arisierung ihres Vermögens. Sehr große Teile des deutschen Kapitals profitierten kräftig, sie nahmen die Pogromnacht dafür billigend in Kauf.

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Solifoto für die Angeklagten der Krawallnacht

Im Sommer 2022 kommt es zu mehreren Hausdurchsuchungen in Suttgart und anschliessend zu Prozessen. Auslöser hierfür war die „Krawallnacht“ 2020, bei der sich die lang angestaute Frustration migrantischer und proletarischer Jugendlicher über rassistische Polizeikontrollen, Gentrifizierung und Ausgangssperren entludt. Nun wurden aktuell zwei unserer Genoss:innen zu jeweils 3 Jahren und 2 Monaten und 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt, weitere Prozesse stehen aus.

Wir haben heute ein Solifoto gemacht, um unsere Solidarität mit allen Angeklagten der Krawallnacht zu zeigen und um kämperische Grüße an die betroffenen Genoss:innen zu senden.

Gute Texte, die einordnen was genau zu der Krawallnacht geführt hat, findet ihr bei der Revolutionären Aktion Stuttgart und bei 0711_united

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Erinnern heißt verändern – Antifaschistische Kundgebung zum 9. November

Mit der Reichsprogromnacht fand der faschistische Terror in Deutschland gegen Menschen, die als jüdisch definiert wurden, einen ersten Höhepunkt. Während den systematisch von den Nazis vorbereiteten Progromen wurden jüdische Menschen tausendhaft verhaftet, misshandelt und ermordet. Synagogen, Gebetsräume, Geschäfte und Wohnungen wurden ausgeplündert, zerstört und in Brand gesteckt.

Das war auch in Villingen nicht anders. In der Nacht des 9. Novembers 1938 wurde die jüdische Gemeinde, angeführt durch SA und SS, aber auch Anwohnern angegriffen, der Gebetsraum in der Gerberstraße gebrandschatzt und der Besitzer des Hauses misshandelt.

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Graffiti in Erinnerung an Malte

Anfang September ist Malte in Münster den Verletzungen erlegen, die ihm ein homophober Sexist zugefügt hatte. Dieser hatte zuerst zwei Frauen beleidigt, und als Malte dazwischen gegangen ist, wurde er geschlagen und ist mit dem Kopf auf dem Boden aufgeprallt.

Solche Angriffe sind keine Seltenheit, immer wieder werden Trans-Menschen, Schwule, Lesben und andere Menschen die nicht in ein konservatives Weltbild passen angegriffen oder sogar umgebracht.

In Erinnerung an Malte haben wir ein Graffiti gemalt.

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Rechte Kontinuität brechen! Am Samstag auf nach Rostock

Die rassistischen Pogrome von Rostock-Lichtenhagen jähren sich in diesem Jahr zum 30. Mal.
Aus diesem Anlass rufen Antifaschist:innen aus dem Norden am Samstag den 27.08. zu einer großen Demo in Rostock auf. Auf der Demo wird es einen eigenen Antifa-Block geben. Den Aufruf zum Block findet ihr hier: https://antifa-rostock-lichtenhagen.org/

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Polizei verhindert antifaschistische Demonstration in Cannstatt

Am 1. Juli beteiligten wir uns an einer Demo in Stuttgart Bad-Cannstatt. Hier ist ein Bericht vom AABS dazu:

Mit einem Großaufgebot von mehreren hundert Cops und gezielten Angriffen hat die Stuttgarter Polizeiführung heute eine antifaschistische Demonstration gegen die AfD gezielt verhindert. Mehrere Menschen wurden durch das Vorgehen der Polizei verletzt.
Insgesamt waren etwa 500 Menschen trotz Absage des AfD-Parteitags nach Cannstatt gekommen, um vom dortigen Bahnhof aus durch die Innenstadt zum Kurpark zu ziehen.

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Hanau – nie wieder!

Kundgebung in Villingen, am Samstag dem 19. Februar 2022 um 14:30 Uhr auf dem Latschariplatz

Am 19. Februar jährt sich der rassistische Anschlag von Hanau zum zweiten Mal. In der Tatnacht 2020 wurden neun Menschen von einem militanten Rechten ermordet. Der Hass des Täters richtet sich gegen Personen, welche er durch sein rassistisches Gedankengut und rechte Ideologie zu Feindfiguren erklärt hatte – Hanau war kein Einzelfall!

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Den Nazis nicht den Raum lassen – am Montag in Villingen auf die Straße

Die Antifaschistische Aktion [O] Villingen-Schwenningen ruft für Montag, den 31.1 nach Villingen auf:

Seit mehren Wochen sammelt sich eine diffuse Bewegung um die Corona-Spaziergänge.

Nazischläger, AfD Anhänger:innen und organisierte Faschisten versuchen in den Spaziergängen Fuß zu fassen. Mit ihrer diffusen Kritik an der staatlichen Coronapolitik, verkürzten Erklärungen und fehlender Abgrenzung nach Rechtsaußen bieten die derzeitigen Corona-Proteste einmal mehr Anknüpfungspunkte für das Lager der extremen Rechten.

Auch bei uns in der Region finden in Villingen und Rottweil Proteste mit über dreistelligen Teilnehmer:innen Zahlen statt. Und auch hier sind Faschisten verschiedenster Lager bei den Spaziergängen unterwegs. Die Nazis sehen sich gestärkt und treten Provokativ auf – es ist notwendig dagegen aktiv zu sein und ihnen nicht den Raum zu lassen.

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Bericht zum antifaschistischen Gedenken an die Pogromnacht 1938

Die Nacht zum 10. November 1938 ging als Reichspogromnacht in die Geschichte ein. Synagogen wurden angezündet, jüdische Geschäfte und Wohnungen zerstört, Jüd:innen offen angegriffen, verschleppt und ihrer Menschlichkeit beraubt. Die Pogrome in dieser Nacht bildeten den Auftakt zur systematischen Verfolgung und Vernichtung der in Deutschland lebenden jüdischen Minderheit, die in den Gaskammern und Verbrennungsöfen endete.

Wir erinnerten in der Villinger Innenstadt an die schrecklichen Verbrechen und Opfer dieser Nacht.

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